VELAZQUEZ (1599-1660)

Es handelt sich hierbei um die bedeutendste Figur der spanischen Barockmalerei und zugleich um eines der großen Genies der allgemeinen Kunst. Im Alter von zwölf Jahren fing er als Lehrling im Atelier des Sevillaner Malers Francisco Pacheco an. 1617 war ein bedeutendes Jahr in der Biografie von Diego Velázquez: Der Maler erhielt den Meistertitel und im Jahr darauf heiratete er Juana Pacheco, Tochter seines Meisters. Seine Zeit in Sevilla hielt bis 1623 an, in diesem Jahr zog er dann nach Madrid. Charakteristische Werke aus diesen jungen Jahren sind seine Stillleben mit Figuren El almuerzo (Bauern beim Mahl), Vieja friendo huevos (Alte Frau beim Eierbraten, 1618) oder El aguador de Sevilla (Der Wasserträger von Sevilla). Alle diese Werke weisen ein typisch manieristisches Kompositionsschema auf. Er inspirierte sich bei Caravaggio, interpretierte ihn aber auf seine Art und Weise. Nach und nach überwand er dann die jugendlichen Fehler, die man in diesen Werken sehen kann: übermäßige Clair-obscurs, fehlende Palettenvielfalt, geringe Beherrschung der Landschaft.

Die Periode seiner jugendlichen Bildung wird mit seiner Reise nach Madrid abgeschlossen, unter dem Schutz des Conde Duque de Olivares. Während dieser Zeit malte er verschiedene Porträts von Königen - Felipe IV (Philipp IV.) -, weitere Porträts - Conde duque de Olivares - und von Hofnarren - Calabacillas (Der Hofnarr Calabacillas). Dieser Zyklus wird mit dem Meisterwerk aus dieser Periode Los borrachos (Der Triumph des Bacchus) abgeschlossen. Velázquez' Malerei verlässt so den Tenebrismus Caravaggios und nimmt den Farbenreichtum der venezianischen Malerei auf.

In der Biografie von Diego Velázquez sticht besonders das Jahr 1628 heraus - das Jahr, in dem er Rubens in Madrid kennen lernte. Im Jahr darauf unternahm er seine erste lange Reise nach Italien. Er blieb eine Weile in Venedig (er konnte dort die Werke von Tizian und Tintoretto sehen) und lebte ein Jahr in Rom. Aus seinem Aufenthalt in Rom stammen La túnica de José (Der blutige Rock Josephs) und La fragua de Vulcano (Die Schmiede des Vulkan).

Die Rückkehr aus Italien (1631) bedeutet einen großen Schritt in der Malerei von Velázquez: Seine Palette wird farbenreicher, sein Pinselstrich ist leichter. Aus dieser Zeit stammen religiöse Gemälde (Coronación de la Virgen, Krönung der Jungfrau). Unter seinen Porträts seien die des Königs, des Prinzen Baltasar Carlos, der Königin Isabella von Frankreich herausgestellt. Und ganz besonders herausragend ist seine Komposition Rendición de Breda (Übergabe von Breda) und seine Venus del espejo (Venus vor dem Spiegel), der erste Akt der spanischen Malerei.

Im Jahre 1651 begann er seine dritte und letzte Madrider Etappe. Die Porträts aus dieser Zeit lassen die Reife seiner Kunst deutlich werden. Aus dieser Zeit stammen seine besten Werke Las hilanderas (Die Teppichwirkerinnen) und Las Meninas (Die Hofdamen). Die Meninas von Velázquez ist allen Kunstkritikern zufolge das Werk des Künstlers, das die höchste Komplexität und Perfektion aufweist.

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