Picasso

Pablo Ruiz Picasso gilt als der wichtigste Künstler des 20. Jahrhunderts. Er ist der Urheber unermesslich vieler Werke in verschiedenen Bereichen (Malerei, Bildhauerei, Radierungen, Keramik usw.), und außerdem war er in der Lage, die verschiedenen Tendenzen seiner Zeit bis hin zur letzten Konsequenz zu führen, immer mit seinem ganz persönlichen Stil.

Er wurde in Málaga geboren. In der Biografie Pablo Picassos ist wichtig herauszustellen, dass er seine Geschicklichkeit beim Zeichnen und Malen bereits von klein auf unter Beweis stellte. Im Jahre 1891 zog er mit seiner Familie nach A Coruña und im Jahre 1895 nach Barcelona. Ab 1904 hatte er seinen ständigen Wohnsitz in Frankreich.

Seine Ausbildung erfuhr er bei seinem Vater, einem Zeichenlehrer an einem Gymnasium von A Coruña und an der Kunstakademie Escuela de la Lonja in Barcelona. In Pablo Picassos Biografie hat sein erster Malereipreis besonders große Bedeutung, der ihm für Ciencia y Caridad (Wissenschaft und Nächstenliebe, 1897) verliehen wurde, einem realistischen Werk, das bei der nationalen Kunstausstellung von Madrid lobend erwähnt wurde.

Die Jahre 1895-1905 waren eine Zeit intensiver Kreativität. Er hatte Kontakt zur Künstlergruppe, die sich im Café Els quatre gats traf. Zu dieser Zeit hatte er seine ersten Ausstellungen im postimpressionistischen Stil, mit volkstümlichen Szenerien und Porträts seiner Freunde aus der Boheme.

Zwischen 1901 und 1904 konzentrierte sich Picassos Malerei auf Themen, die seine Sensibilität für Elend und menschlichen Schmerz offenbarten. Es ist dies die Blaue Periode: Seine Palette beschränkte sich auf diese Farbe. Werke aus dieser Epoche sind La vida (Das Leben, 1903) und La planchadora (Die Büglerin, 1904).

Ab 1904 lässt er sich in Paris nieder. Seine Malerei nahm weniger tragische und dafür farbigere Züge an. Er konzentrierte sich auf Themen aus den Bereichen Tanz und Zirkus. Dies ist die so genannte Rosa Periode. Zu ihr werden Familia de Arlequín (Gauklerfamilie, 1905) und La toilette (1906) gezählt.

In den Jahren 1906-07 entwickelte sich Picassos Malerei weiter dank P. Cezannes Werk und dank der Primitivkunst (iberische Plastiken und afrikanische Holzschnitzereien). Aus dieser Zeit stammt das Gemälde Las señoritas de Avignon (Les demoiselles de Avignon, 1907). Mit ihm bricht Picasso mit den Darstellungsformen des traditionellen Raumes und führt Figuren ein, die afrikanischen Masken ähneln.

In der Biografie Pablo Picassos sei ab 1909 seine intensive Arbeit im Atelier zusammen mit G. Braque herausgestellt. Gemeinsam erarbeiteten sie ein neues Darstellungssystem, das weder die klassische Perspektive noch das Clair-obscur zur Volumendefinition einsetzte. Bei Picassos Malerei werden die Objekte in geometrische Einheiten mit kubischen Formen zerlegt und zeigen so gleichzeitig ein- und dasselbe Objekt, von verschiedenen Blickwinkeln aus.

In der ersten Phase des Kubismus, die als analytische bezeichnet wird, beschränkten sich Picasso und Braque auf Stillleben und Porträts. In der als synthetischen bezeichneten zweiten Phase des Kubismus führten sie komplexere Figuren ein.

Ab 1925 erhielt Picassos Malerei eine neue emotionale Bedeutung mit stark symbolisch aufgeladenen Kompositionen. In den Jahren zwischen den Kriegen entwickelte Picasso ein ganz persönliches surrealistisches Vokabular. Nach dem Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs erstellte Picasso sein erstes Werk mit historisch-politischem Inhalt, die Guernica. Die Guernica und Picassos Taube wurden zu Symbolen gegen die Gewalt jeglicher Kriege.

Im Jahre 1963 wurde das Picasso-Museum in Barcelona eingeweiht. In Pablo Picassos Biografie dürfen wir die große Ausstellung nicht vergessen, die zu Ehren des Künstlers im Jahre 1966 in Paris organisiert wurde, mit mehr als 1000 Werken. Picasso war zu diesem Zeitpunkt bereits zu einem Mythos avanciert - er war der beliebteste Maler in der Geschichte der Malerei. Im Oktober des Jahres 2003 wurde das Picasso-Museum Málaga eröffnet, und zwar in der Altstadt im Palacio de los Condes de Buenavista.

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