MANUEL DE FALLA (1876-1946)

Der Komponist Manuel de Falla studierte in seiner Heimatstadt Cádiz und am Konservatorium von Madrid. 1905 gewann er einen Preis der Akademie von San Fernando. Ab 1907 verlegte er seinen Wohnsitz nach Paris, wo er seine Studien mit Debussy ausweitete und Ravel, Albéniz und Strawinsky kennen lernte. 1913 hatte in Nizza seine Oper La vida breve (Das kurze Leben) und 1915 El amor brujo (Liebeszauber) Premiere. Falla lebte ab 1914 in Granada. Im Jahre 1922 organisierte er mit García Lorca ein berühmtes „Cante-jondo”-Festival und 1925 gründete er in Sevilla das Orquesta Bética de Cámara. Nach dem Bürgerkrieg ging er nach Argentinien, wo er an seinem ehrgeizigsten Werk arbeitete, der Atlántida, die er nicht fertig stellen konnte.

Sein musikalisches Werk ist das Ergebnis einer minutiösen melodischen und rhythmischen Ausarbeitung. Sein Bestreben war es, eine authentisch spanische Musik zu komponieren, die die musikalische Grundlage des Volkes beibehielte, ohne dabei aber in die Folklore zu verfallen.

Seine Musik entwickelt sich vom andalusischen Grundwesen seiner Ballette ausgehend hin zum kastilischen Sein seines Retablo de Maese Pedro (Meister Pedros Puppenspiel). Er machte Gebrauch von allen klanglichen Grundlagen der zeitgenössischen Musik (Polyrhythmus, Polytonalität, orientalische Elemente).

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