EDUARDO CHILLIDA

Der Bildhauer und Radierer Eduardo Chillida wurde 1924 geboren. Er studierte in Santiago und Madrid. Bei seinen ersten Arbeiten als Bildhauer benutzte er geschmiedetes Eisen und Holz. Seine Ausdrucksweise manifestierte sich mittels abstrakter, nüchterner Formen. Ihn interessierte die Formung des Raumes, den das Bildhauerstück in seinem Umfeld erschafft. Yunques de sueños (Ambosse der Träume, 1956), Fuente Canto (1959) und Alrededor del vacío IV (Rund um das Leere, 1968) sind die repräsentativsten Werke aus seiner Erstproduktion. Ab 1970 beginnt er Stahl und andere Materialien zu benutzen, wie beispielsweise Marmor, Granit und Beton, bei Werken für städtische Räume, die er in verschiedenen Welthauptstädten installiert. In Spanien können wir folgende aufzählen: Peines del viento (Windkämme, 1977), drei Stahlstücke, die in San Sebastián dem Meer gegenüber aufgestellt sind; Lugar de encuentro II (Treffpunkt II) oder La sirena varada (Gestrandete Meerjungfrau, 1978), ein Stahlstück, das von einer Brücke der Castellana-Allee von Madrid hängt; Elogio del agua (Lob auf das Wasser, 1987) in Barcelona und Homenaje a la Tolerancia (Hommage an die Toleranz, 1992) in Sevilla. Im Jahre 1998 stellte er seine letzten Arbeiten im IVAM von Valencia aus. Mittelpunkt der Ausstellung waren seine Eisenskulpturen. Ebenfalls 1998 wurde in Madrid eine anthologische Ausstellung seines Werkes im Nationalmuseum für Kunst Reina Sofía gezeigt. Und abschließend erarbeitete er in demselben Jahr eine Keramikwandbild für das Museum für Zeitgenössische Kunst von Barcelona.

In Berlin wurde vor dem Kanzleramt im Jahre 2000 seine Eisenskulptur Berlín aufgestellt – sie misst sechs Meter (Höhe) und 90 Tonnen. Diese Skulptur hat sich zu einem Symbol für die deutsche Wiedervereinigung entwickelt.

Ebenfalls im Jahre 2000 wurde sein Hof von Zabalaga in Hernani für den Publikumsverkehr geöffnet. Der Wohnsitz des Bildhauers ist zu seinem Museum für sein Werk geworden.

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